Ein Forum veranstaltet von:
Max Planck Gesellschaft
Siemens
In Kooperation mit:
Economist Conferences


Programm

Programm mit Referenten

  • 09:30

    Registrierung und Frühstücksempfang

  • 10:15

    Begrüßung

  • 10:30

    Keynote: Business, science and politics in a changing world


    Keynote Präsentation Dennis Meadows
  • 11:00

    Podiumsdiskussion:
    Die sich verändernde Rolle von Wirtschaft, Wissenschaft und Politik bei der Bewältigung der Herausforderungen des 21. Jahrhunderts

    Angesichts der weltweiten Wirtschaftskrise ist es verlockend, langfristige Herausforderungen zu verdrängen und sich ausschließlich den unmittelbar drängenden Problemen zu widmen. Doch die Auswirkungen globaler Veränderungen, wie Klimawandel, demographischer Wandel und Verstädterung sind immer deutlicher zu spüren. Gleichzeitig wird offensichtlich, dass bislang hervorgebrachte Lösungen bei weitem nicht ausreichend sind.
    Die wissenschaftliche Forschung hat seit jeher die Grenzen des Möglichen verschoben und immer neue Lösungsansätze hervorgebracht. Die Herausforderung besteht darin, erfolgversprechende Forschungsergebnisse in marktfähige Lösungen zu überführen, die vom Staat und der Gesellschaft mitgetragen werden. Auch wenn sich der Austausch zwischen Forschung, Unternehmen und Politik in den vergangenen zwei Jahrzehnten verbessert hat, sind die Schwierigkeiten noch immer beachtlich – und das in einer Zeit, in der die weltweite Notwendigkeit für mehr Kooperation weiter wächst.

    • Ist eine staatliche Finanzierung von Forschung und Entwicklung der beste Weg, um optimale Lösungen für globale Herausforderungen, wie den Klimawandel, zu entwickeln oder werden dadurch letztlich nur nationale Ansätze gefördert?
    • Verhindert eine stärkere Forschungsfinanzierung durch die Wirtschaft bahnbrechende Innovationen zugunsten eher kommerzieller und weniger durchschlagender Initiativen?
    • Wie können wir sicherstellen, dass sich Gesellschaft und politische Entscheider zugunsten wissenschaftsbasierter Lösungen für die Herausforderungen unserer Zeit einsetzen, statt diese instinktiv eher abzulehnen?
    • Fordern China und Indien zu Recht einen einfachen Zugang zu modernsten Technologien zur Lösung globaler Herausforderungen? Wenn dem so ist, welche Anreize können für Unternehmen geschaffen werden, trotz schwächerer Schutz- und Urheberrechte weiterhin in die Entwicklung neuer Technologien zu investieren?
  • 12:30

    Mittagessen und Gelegenheit zum Austausch

  • 14:00

    Diskussionsforum I:
    Auf der Suche nach marktfähigen Lösungen gegen den Klimawandel

    Der Schutz des Klimas wird von vielen als die größte Herausforderung unserer Zeit angesehen. Auch wenn längst Maßnahmen auf globaler Ebene diskutiert werden, wächst die Sorge, dass wir den Klimawandel mit bestehenden Technologien allein nicht aufhalten können, sondern dass wir entweder unsere Lebensweise radikal verändern oder gänzlich neue Lösungen entwickeln müssen.

    • Wenn wir alle heute verfügbaren Technologien einsetzen würden, um das Klima zu schonen, könnten wir dann die Klimaprobleme lösen? Oder müssen wir uns darauf konzentrieren, völlig neue und radikalere Ansätze zu entwickeln?
    • Wie stellen wir sicher, dass Klimaschutz integraler Bestandteil der Strategie von Unternehmen wird? Sind Anreize des Marktes ausreichend oder brauchen wir strengere politische Vorgaben?
    • Wer soll die Kosten für die Entwicklung und den Einsatz neuer Technologien zum Schutze des Klimas tragen? Und wie soll diese Last geteilt werden zwischen den bisherigen Verursachern wie USA und Europa und neu aufkommenden Ländern wie etwa China?
    • Wie kann die Gesellschaft am besten in eine konstruktive Diskussion über neue Lösungen für den Klimaschutz einbezogen werden? Wird die Einführung radikalerer Ansätze, etwa globaler Eingriffe ins Klima durch Geoengineering, zu heftigen Gegenreaktionen führen?
  • 14:00

    Diskussionsforum II:
    Gesundheitsversorgung für eine wachsende und alternde Bevölkerung

    Teure neue Medikamente und hoch entwickelte Technologien haben die beiden größten Herausforderungen, vor denen das Gesundheitssystem steht, eher verschärft als gemildert: Eine erschwinglichere Gesundheitsversorgung für die immer älter werdende Bevölkerung in den reichen Ländern und eine besser zugängliche Versorgung für jene in den armen Ländern zu sichern. Doch neue Fortschritte in der biomedizinischen Forschung und in der Entwicklung medizinischer Technologien stellen viele Aspekte des Gesundheitssystems in Frage. Die Revolution in der Genomforschung könnte in Zukunft möglicherweise die ganze Gesundheitsindustrie dazu zwingen, sich auf eine Patienten-zentrierte personalisierte Medizin umzustellen, in deren Mittelpunkt Prävention und ganz gezielte Therapien stehen. Das würde die Möglichkeit eröffnen, über ganz neue Wege für eine weltweite Gesundheitsversorgung nachzudenken.

    • Welche Herausforderungen und zugleich Chancen bedeuten die Fortschritte in der Genomforschung für die Gesundheitsindustrie? Werden diese Veränderungen die Kosten reduzieren und die Gesundheitsversorgung für alternde wie schnell wachsende Bevölkerungen verbessern?
    • Was muss sich in Forschung, in der Entwicklung von Medikamenten und Technologien sowie in der Gesundheitspolitik ändern, damit die Früchte dieser Veränderungen genutzt werden können?
    • Wie gehen wir mit den ethischen Fragen um, die durch diese neuen Entwicklungen aufgeworfen werden? Ist es richtig, die genetische Optimierung unserer Leistungsfähigkeit und eine Verlängerung des Lebens zu erforschen, wenn gleichzeitig Millionen Menschen besser und länger leben könnten, wenn sie Medikamente gegen einfach zu behandelnde Krankheiten zur Verfügung hätten?
    • Was können wir von Entwicklungsländern über das Potential neuer Technologien lernen, um eine erschwingliche und wirkungsvolle medizinische Versorgung zu sichern?
  • 14:00

    Diskussionsforum III:
    Urbanisierung und die Stadt der Zukunft

    Unser Leben wird sich in Zukunft zunehmend in Städten abspielen. Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung lebt heute bereits in Städten. Bis 2030 soll der Anteil der Stadtbevölkerung sogar auf 60 Prozent ansteigen. Dieser unumkehrbare Prozess führt zu gewaltigen Herausforderungen, um die Lebensqualität zu sichern, die Umwelt zu schützen und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit der Städte der Zukunft zu erhalten. Dies macht die Städte selbst zu Vorreitern bei der Lösung von Problemen. Viele kommunale Politiker in großen Städten sind führend in der Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen und innovativen Unternehmen bei der Entwicklung und Umsetzung von Lösungen.

    • Welche Vorstellung haben wir von der Stadt der Zukunft? Wie können neue Technologien für Stadtinfrastrukturen besser in die Stadtplanung integriert werden?
    • Sind Technologien für reiche Städte wie Kopenhagen, Abu Dhabi und San Francisco auch für ärmere Städte eine realistische Option? Oder brauchen wir vielleicht einfachere technologische Ansätze für Megastädte in Entwicklungsländern?
    • Sind bewusst energieautarke und CO2-freie „grüne Städte“ ein Entwurf für die Zukunft?
    • Wie können Kommunalpolitiker und Stadtvertreter enger mit Wissenschaft und Wirtschaft zusammenarbeiten?
  • 15:45

    Zusammenfassung und abschließende Diskussion

  • 16:30

    Ausklang und kleiner Imbiss

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